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Domaincheck! Internet-Adressen einrichten und verwalten.
April 2009
Inhalt der Ausgabe
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Wenn es den Printmedien schlecht geht, muss dies auch Auswirkungen auf all jene Branchen haben, die an der Produktion dieser Medien beteiligt sind. Möchte man zumindest meinen.
In Österreich ist das Thema "Zeitungssterben" kein wirkliches Thema, und auch das "Konkurrenzmedium" Internet wird nicht als solches empfunden. Sowohl bei der Austropapier, der Vereinigung der österreichischen Papierindustrie, als auch bei Norske Skog Bruck, einem der beiden Hersteller von Zeitungsdruckpapier in Österreich, gibt es derzeit keine Befürchtungen, dass das Internet die klassischen Printmedien bald ablösen könnte. Natürlich wird eine Verschiebung bestimmter Inhalte in Richtung Online- und mobiler Medien festgestellt. Diese erfolgt aber, wie Dr. Gert Pfleger von Norske Skog Bruck festhält, durch bzw. innerhalb der mittlerweile zu Medienhäusern umgewandelten klassischen Verlagshäuser, die nun eben nicht mehr nur Gedrucktes produzieren, sondern auch im Web präsent sind. Zwar sind die Zahlen in der österreichischen Papierproduktion leicht rückläufig, mit diversen Gratis-Zeitungen und -Zeitschriften, die derzeit ja einen regelrechten Boom erleben, haben sich andererseits aber auch neue Abnehmer für Zeitungsdruckpapier gefunden. Vom großen Sterben also keine Spur. Europaweit (ausgenommen Osteuropa – hier ist eine Steigerung zu verzeichnen) ist die Papierproduktion überhaupt in etwa konstant geblieben bzw. nur leicht gesunken. Zumindest war dies vor der Finanzkrise der Fall, und genau die Krise ist es auch, die aus Sicht der Papierindustrie alle weiteren Zukunftsprognosen bis auf weiteres unmöglich macht.
Druckerschwärze ? Pixel
Dass sich Online-Medien und Printmedien eher gegenseitig ergänzen als miteinander zu konkurrieren meint auch Mag. Werner Neudorfer, Geschäftsführer des Verbands Druck & Medientechnik, dem Arbeitgeberverband der österreichischen Druckbranche. Seiner Ansicht nach werden in Österreich sowohl Printmedien als auch Printwerbung (vor allem der klassische Postwurf und Plakate liegen nach wie vor stark im Trend) weiterhin "eine ganz wesentliche und unersetzliche Rolle spielen". Dass hierzulande mittlerweile weniger gedruckt wird als noch vor einigen Jahren und die Druckbranche insgesamt in Schrumpfung begriffen ist, liegt nicht an einer Verdrängung der klassischen Medien durch im World Wide Web angebotene Inhalte, sondern hat, so Werner Neudorfer, ganz andere Gründe: Zum einen gibt es allgemein einen Rückgang an Werbewirtschaftsaufträgen, zum anderen ist Österreich durch die im europäischen Vergleich extrem hohen Personalkosten nicht mehr konkurrenzfähig. Nicht nur im Osten Europas, selbst in Ländern wie Deutschland wird erheblich günstiger gedruckt, weshalb der Verband den Druckstandort Österreich als massiv gefährdet einschätzt. An zu bedruckenden Medien mangelt es – zumindest in der Theorie – aber nicht.
WWW: Kein starker Tobak
Eine weitere Berufsgruppe, die unter einem Zusammenbruch des Printmedienbereichs leiden würde, ist die der Trafikanten: Immerhin halten sie am Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften im Einzelhandel einen Marktanteil von 50 %. Aber auch in dieser Branche werden Online-Medien nicht als sonderliche Gefährdung eingestuft. Josef Prirschl, einer der beiden Zeitungsbeauftragten der Trafikanten Österreichs, bestätigt zwar einen Rückgang der Verkäufe von Tageszeitungen in Tabaktrafiken, führt diesen aber hauptsächlich auf Abonnements zurück – vor allem in den Bundesländern betrifft der Abo-Anteil mancher Tageszeitungen heute an die 90 %. Anders sieht die Entwicklung am Magazinmarkt aus, der in den letzten Jahren in die Breite gewachsen ist: Gerade höherpreisige Spezialmagazine erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Prinzipiell herrscht auf Trafikantenseite jedenfalls die Meinung vor, dass der Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften nicht davon abhängt, ob neben diesen auch Online-Medien (oder etwa Gratis-Zeitungen) genutzt werden. Das Motto lautet viel eher: "Wer bisher Tageszeitungen gekauft hat, wird dies auch weiterhin tun."
Hinkende Stockfotografie
Kritischer gegenüber dem Internet eingestellt ist Professor Leopold Vodicka, Landesinnungsmeister der Wiener Berufsfotografen und Bundesinnungsmeisterstellvertreter. Wurden früher Pressefotografen mit professioneller Ausbildung dazu beauftragt, gut recherchierte Qualitätsbilder zu Artikeln zu liefern, wird heute vielfach auf billige Fotos von Bildagenturen zurückgegriffen, die zu einem großen Teil von Amateur- und Hobbyfotografen aus aller Welt beliefert werden. Dass die Qualität der Fotos zu wünschen übrig lässt, scheint egal: Was zählt, ist ein günstiger Preis, und gerade online lassen sich schnell und einfach passende Fotos zu einer Story finden.