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Domaincheck! Internet-Adressen einrichten und verwalten.

SILVER 20

Juli 2009
Inhalt der Ausgabe

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REALE UTOPIEN

JIMMY DEIX über die bedeutende Rolle der Informationstechnologie als elementarer Baustein für die Neue Weltregierung.

 

Die sogenannte Weltregierung ist nicht mehr länger das Hirngespinst einer durchgeknallten Verschwörungstheorie, sondern ein durchaus realpolitisches Ziel der Gegenwart. Nicht nur George Bush, auch Barack Obama beschwört die New World Order (NWO) – ebenso wie Gordon Brown, Nicolas Sarkozy, José Barroso oder Hillary Clinton. Es ist die Inszenierung einer neuen politischen Ideologie, die friedliche Lösungen für globale Probleme schaffen will, die ein Nationalstaat alleine nicht lösen kann: Terrorismus, Finanzkrise, CO2-Emissionen, Wirtschaftskriminalität, ominöse Pandemien.

Um Probleme zu lösen, ist Information erforderlich. Ihre Beschaffung und Verwaltung basiert heute längst auf Technologie – der Informationstechnologie (IT). Sie ist zur festen Größe staatlichen Handelns geworden (E-Government) und steht nun davor, in die Grundgesetze aufgenommen zu werden. Genau genommen hinkt die Politik aber einer Entwicklung hinterher, die von der modernen IT deutlich vorgegeben wurde, denn letztendlich war es die digitale Revolution, der PC und das Internet, die das Phänomen der Globalisierung bewirkten.

 

Eine entsprechende Infrastruktur wäre natürlich auch für die Organisation einer neuen Weltordnung unerlässlich – für den administrativen Bereich, wie auch für demokratische Prozesse, falls diese überhaupt verwirklichbar sind, denn Kritiker halten die NWO für eine Schimäre, die im besten Fall undurchführbar und im schlechtesten Fall gefährlich ist. Eine Neue Weltregierung käme einer voll entwickelten, digital kontrollierten Gesellschaft gleich, würde eine Aufweichung des Selbstbestimmungsrechtes der Völker und ihrer Souveränität mit sich bringen und wäre eine von Banken dominierte Plutokratie.

Optimistische Weltföderalisten befürworten hingegen, dass die Stärkung bestehender Netzwerke und die Entwicklung neuer eine aufrichtige, globale Rechtsstaatlichkeit schaffen könnten, ohne zentralisierte globale Institutionen – die World Federalist Association, die Interparlamentarische Union und One World Flag sind nur einige davon.

 

Marina del Ray ist eine kleine Küstenstadt in Kalifornien. Hier sitzt die Non-Profit-Organisation ICANN, die als Weltmonopol die Vergabe aller Top-Level-Domains und IP-Adressen regelt. Dies betrifft auch die Webpräsenz von Ministerien und Behörden in aller Welt. ICANN verwaltet sozusagen das Internet und ist indirekt der US-Regierung unterstellt. Das Abschalten oder Umleiten bestimmter Top-Level-Domains ist somit kein Problem. Etwa als Druckmittel zur Durchsetzung politischer Ziele. Die Dominanz der USA im Internet stand immer wieder im Zeichen der Kritik.

Die Vereinten Nationen riefen demnach das Internet Governance Forum (IGF) ins Leben, ein Schaumschläger-Komitee, das für „Weltinformationsordnung“ und mehr „Cybersecurity“ sorgen will. Beim letzten „Weltgipfel für die Informationsgesellschaft“ des Forums in Tunis kam es zum Eklat. Sicherheitsleute verprügelten kritische Journalisten. Ihre Fragen waren zu provokant. Es ging um Menschenrechte.

 

Hinter der Agenda NWO stehen als treibende Kraft die Vereinten Nationen, die G20, der Internationale Währungsfond, die Weltbankgruppe, das Council of Foreign Relations (CFR), die Bilderberger und die Trilaterale Kommission. Die Neue Weltordnung soll Frieden, Sicherheit, Abrüstung und Wohlstand bringen. Eine Reform unserer sozialkapitalistischen Wertegesellschaft ist sie jedoch keine. Schon eher würde sie einen neuen Feudalismus repräsentieren. Die globale Autokratie einer Elite, die mit dem Zusammenschluss der Nationalbanken der Welt nicht nur das Finanzsystem steuern würde, sondern auch die Politik und die Kultur. Gemeinsam mit dem Internet würde ein Hi-Tech-Babylon entstehen, das kaum mehr auf freier Marktwirtschaft beruht. Und der Verlust von Wettbewerb ist immer ein Einschnitt in die individuelle Freiheit. Auch die Feindbilder der NWO sind bereits klar definiert: Individualismus, Bindung zu Familientraditionen, nationaler Patriotismus und religiöse Dogmas.

 

Barack Obama ist der erste Präsident der USA, der über eine beinahe diktatorische Macht verfügt. Das liegt nicht an seinen rhetorischen Fähigkeiten, sondern an den höchst antidemokratischen Gesetzen, die sein Vorgänger George Bush in den acht Jahren nach 9/11 verabschiedete – vom USA PATRIOT Act bis zu den besonderen Vollmachten des nationalen Katastrophenschutzes (FEMA).

 Kürzlich wurde von Barack Obama die Sicherheit des Internet zur Staatssache erklärt. Er hat angekündigt, einen Sonderbeauftragten für Internetsicherheit ins Weiße Haus zu bestellen. Streng geheime Computernetzwerke des Pentagon waren schon mehrmals gefährlichen Cyberattacken ausgesetzt, was nach Insider-Informationen zur ernsthaften Bedrohung für die nationale Sicherheit werden könnte. Die Bevölkerung der USA befürchtet daher auch stark die Archivierung von Internetsearches und Data-Mining – operative Information, die der Regierung auch zur Entscheidungsfindung dient. Unzählige Firmen, von denen wir noch nie gehört haben, wissen einiges über uns: medical concerns, sexual concerns … was wir auf YouTube schauen, was wir googeln …

 

Natürlich hat auch die neue Weltregierung Schutzinteressen und muss effiziente Methoden entwickeln, um Cybercrime zu unterbinden und den Cyberwar abwenden zu können. Wie unschwer zu erkennen, ist der totalitäre Globalismus kein Versprechen, sondern eher eine Drohung – und bestenfalls die Travestie einer Demokratie.

 Nach der Gründung der Nordamerikanischen Union (USA, MEX, CAN), die anstelle des schwachen Dollar den „Amero“ einführen möchte, wäre mit der endgültigen Ratifizierung der Euro-Charta jedenfalls der nächste Meilenstein in Richtung NWO erreicht.

 

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