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Domaincheck! Internet-Adressen einrichten und verwalten.
April 2010
Inhalt der Ausgabe
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MICHAEL MARESCH, MMM SOFTWARE
Heutzutage wäre man mit zwölf Jahren spät dran, um mit dem Computer zu beginnen. Im Jahr 1987 gab es jedoch nicht so viel Auswahl – der einzige für mich zur Verfügung stehende Computer war ein Ruf Bee mit Z80-Prozessor und CP/M als Betriebssystem. Der Z80 kann sicher als Vorfahre des 8086 bezeichnet werden und CP/M als Ahne für DOS. Wie kann man sich das vorstellen? Ein Computer, der nur die Aufgabe hatte, ein Buchhaltungsprogramm laufen zu lassen, sollte nun programmiert werden. Aber wie? Es findet sich niemand, der helfen kann, nicht einmal der Händler hatte Fachpersonal, das sich wirklich auskannte und mehr über den Computer wusste, als „wie man das Buchhaltungsprogramm startet“. Also wurde so lange herumexperimentiert und so manches Buch gelesen, bis der Computer endlich „unter Kontrolle“ war. Das war der Beginn einer Vielzahl von Programmen, die ich seitdem geschrieben habe.
1989 hatte ich die Möglichkeit, einen frühen 386er von IBM benutzen zu dürfen. Das war die Zeit, wo der Normalsterbliche um umgerechnet 6.000 Euro einen 8086er kaufen konnte – ich kannte damals nur zwei Haushalte, die über einen XT verfügten. Dennoch konnte man sich endlich austauschen sowie Erfahrungen, Wissen und Tipps weitergeben. Diese Zeit ist für mich der Beginn des Computerbooms.
Die ersten Kontakte mit der „totalen Vernetzung“ hatte ich 1993. Als einer von sehr wenigen, die über ein Modem verfügten, konnte man sich bei Bulletin Board Systems einloggen und Dateien herunterladen.
Eine sündhaft teure Angelegenheit ...
Als ich 1997 mein eigenes Unternehmen eröffnete, diente ein 486er als Arbeitspferd sowie ein 14,4er Modem für die damals spärlich notwendige Kommunikation. Schon drei Jahre später ein komplett anderes Bild: Breitband-Internet war endlich verfügbar, und eine gewisse Abhängigkeit vom Netz der Netze konnte nicht geleugnet werden. Sogar das heilige Telefon wurde 2005 auf VoIP umgestellt.
Heute? Primäres Kommunikationsmedium ist Mail. Eine Menge Server, die meisten virtualisiert. Wir sind abhängig. Was würden wir ohne Strom machen? Was würden wir ohne Internetzugang machen? Wir könnten nicht arbeiten und kommunizieren, unsere Server wären offline. Machen wir uns „unabhängig“: Uplinks per Kabel, SDSL und HSUPA.
Unzählige USV-Anlagen und ein Notstromaggregat.
Wenn ich nun meine eigenen Zeilen lese, sehe ich die imposante Entwicklung der letzten 20 Jahre. Ja, unsere Welt verändert sich schnell. Jahr für Jahr gibt es etwas Neues, nichts bleibt stehen. Wir dürfen nicht stehen bleiben. Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen fressen die Langsamen. Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit ist der Schlüssel. Der Schlüssel zum Erfolg ...
Ing. Michael Maresch ist Inhaber und Geschäftsführer von MMM Software, spezialisiert auf die Erstellung von elektronischen Lehrmedien für Fahrschulen, Luftfahrt und Schifffahrt.