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Juli 2011
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Der Aufstieg ist mühsam, die schwüle Hitze der ersten Junitage verträgt sich schlecht mit dem dritten Stock des Altbauhauses. Die Wohnung von Bia Grabner ist gleichzeitig ihr Arbeitsplatz, ein Gemeinschaftsbüro wäre nichts für sie, hat sie schon ausprobiert. Überhaupt ist sie manchmal gerne alleine und braucht Ruhe, wie die Ruhe am Fels.
Die Grafikdesignerin und Malerin klettert, geht Skitouren und Bergwandern. „Derzeit dreht sich aber fast meine Arbeit mehr ums Klettern, als dass ich selber dazu kommen würde“, im Herbst stellt sie Illustrationen und Bilder zum Thema aus, und nebenbei arbeitet Bia Grabner als Art-Direktorin des Klettermagazins climax. Das Kraxeln und der Drang, sich draußen zu bewegen, begleiten sie schon seit ihrer Kindheit: „Auf den Granitblöcken im Mühlviertel herumzuturnen hat mir immer schon Spaß gemacht, das Angreifen des Steins und das Gefühl in den Fingern, nachdem man den ganzen Tag geklettert ist, das ist was ganz Besonderes.“
Wenn sie klettert, dann ist sie ganz bei der Sache, Ideen für Bilder oder Illustrationen kommen hinterher. Grabner schöpft rein aus ihrer Phantasie, allerdings lassen sich die Figuren viel leichter zu Papier bringen, wenn man die Bewegungsabläufe kennt. Außerdem schult das Klettern die Konzentration und Zielstrebigkeit, weil man ja nicht den ganzen Tag in den Seilen hängen will. Ob sie gerne ihre Grenzen testet? „Die Sache mit dem Risiko muss kalkulierbar bleiben. Mir soll das Klettern Spaß machen, dazu gehört eine gute Vorbereitung und auch viel Vertrauen in den Partner, der einen sichert.“