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Juli 2011
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Ob Bewegungsbilder auch so schnell gemalt werden, wie sie die Geschwindigkeit darstellen sollen? Diese Frage war beim rasanten Gespräch mit Mario Neugebauer leider nicht gleich parat. Wie denn Geschwindigkeit aussähe?
„Das eigentliche Objekt der Bewegung ist schon längst aus dem Bild, man sieht quasi nur die Kondensstreifen der Geschwindigkeit“, erklärt der Maler und gelernte Karosseriebauer Mario Neugebauer. Blech, Maschinen und Beton sind seine Leidenschaften, die er schon mit zarten 15 Jahren beim Motocross-Fahren begonnen hat zu kultivieren. Motor-Sport in allen Facetten ist Neugebauers liebste Bewegungsart, wobei er zum Ausgleich vor einiger Zeit mit dem Boxen begonnen hat. Obwohl Rennen-Fahren anstrengender ist, als es aussieht, weil der ganze Körper mit der Maschine verbunden ist und der Rausch der Geschwindigkeit einen nicht mehr loslässt. Darum hat Neugebauer auch sein Motorrad eingemottet, weil er trotz seiner Liebe zum „Urban Jungle“ den Asphalt nicht zweimal küssen wollte.
Das Reizvolle am Boxen sei die Schnellkraft, also das Zusammenspiel der Muskeln in Schnelligkeit und Kraft, weniger die Konfrontation mit dem Gegner. Die Bewegung beim Boxen hat dadurch etwas Tänzerisches, und genau diese Gegensätze wie Aggression und Eleganz oder Luxus und Arbeiterklasse reizen sein künstlerisches Schaffen. Momentan sind mehrere Projekte in Vorbereitung, besonders das Kuratieren von Kunsträumen bietet für Mario Neugebauer viel Bewegungsspielraum über die Grenzen Österreichs hinaus.