Zum Inhalt. Zum Hauptmenü. Zum Untermenü.

Domaincheck! Internet-Adressen einrichten und verwalten.
Juli 2011
SILVER erscheint vierteljährlich auch in gedruckter Form. Bestellen Sie ein kostenloses Abo per E-Mail an:
silver@sil.at
Der kleine Kaffeehaustisch scheint Silke Grabinger nicht halten zu können. Ihr Körper bewegt sich vor und zurück, scheint sich um ihn herumzuschlingen. Die Hände illustrieren ihre schnelle Geschichte, von der jungen Frau aus der Grafik-HTL, die sich über Graffiti zum Breakdance bis zum Cirque du Soleil in Las Vegas gedreht hat. Bei ihrem rasanten Lebenslauf wird einem beim Zuhören fast schwindelig. „Ich will einfach alles ausprobieren“ hat sie als Leitsatz neben ihrer Ausbildung als Grafikdesignerin und dem Architekturstudium zum Choreografieren und Performen geführt. „Bewegung ist meine Sprache. Ich schaue Leuten beim Bewegen zu und verstehe sie dadurch besser als nach einer Stunde miteinander reden.“ Die Autodidaktin in Sachen Tanz kann mit Grenzen und starren Mustern wenig anfangen, darum hat sie auch den klassischen Ausbildungswegen den Rücken gekehrt. „Ich hatte dadurch die Chance, was ganz Eigenes entwickeln zu können, weil ich nicht so stark durch irgendeine Schule geprägt bin. Allerdings heißt das auch, dass ich ein anderes Bewegungsvokabular habe als ausgebildete Tänzer und Tänzerinnen.“ Als Choreografin und Performerin arbeitet sie deshalb auch gerne mit Leuten zusammen, die nicht aus der Tanzszene kommen, „weil dadurch extrem spannende und überraschende Dinge entstehen können. Mein neues Stück ,Versuchsperson Silke Grabinger‘ spielt genau mit diesen Umkehrungen.“ Die Tänzerin sucht sich dabei ihre Choreografen selber, wie zum Beispiel den Kabarettisten und Autor Dirk Sterman oder die Choreografin Anne Juren, und ist dadurch schon Darstellerin der eigenen Bewegung, bevor ihr noch vorgegeben werden kann, was abzulaufen hat.
Premiere:
"Versuchsperson Silke Grabinger" am 09.08.2011 im Schauspielhaus Wien.
Im Rahmen von ImPulsTanz 2011.